Durch funktionale und kognitive Erkrankungen werden die Selbständigkeit bei täglichen Handlungen (Ankleiden, Körperpflege, Mahlzeiten), die Selbständigkeit bei der Bewältigung von Übergangsbewegungen (Aufstehen, Zubettgehen, Übergang vom Bett in den Sessel) und die Selbständigkeit bei Bewegungen insgesamt erschwert.
Die therapeutischen Appartements bilden einen Übergang zwischen dem vorherigen Zustand der Abhängigkeit und der Rückkehr in den eigenen Wohnbereich. Die Perioden der Hospitalisierung, der Rehabilitation, stellen einen Aufenthalt in einem geschützten Umfeld dar, während der Patient durch den Wechsel in das therapeutische Appartement eine spezifische Umgebung bekommt, die durch ihre Gestaltung den Bedingungen eines autonom gestalteten Lebens recht nahe kommt.
Die Untersuchungen hinsichtlich der Rückkehr in die eigene Wohnumgebung sind aus psychologischen, familiären, sozialen, finanziellen Gründen unbedingt notwendig; (das eigene Zuhause ist der ganz persönliche Bereich, an den die Person emotional gebunden ist).
Durch Anwendung einfacher und oft sparsamer Mittel erleichtern wir die Rückkehr ins eigene Zuhause und vermeiden einen permanenten Krankenhausaufenthalt. Um dies zu erreichen, müssen wir die jeweilige Körperbewegung, die sich aufgrund der Behinderung zu einem Problem entwickelt hat, oder auch die unmöglich ausgeführt werden kann, trainieren und anpassen. In einigen Fällen schlagen wir die Anschaffung von technischen Hilfsmitteln vor, damit Bewegungsübergänge, Fortbewegungsformen oder Handlungen des täglichen Lebens erleichtert werden.

Die therapeutischen Appartements stellen diese spezielle Umgebung dar, in welcher der Patient lernt, seine Körperbewegungen anzupassen, neu einzuschätzen und zu trainieren, unterstützt durch das gesamte Technikangebot des Rehazenters.