Die Besonderheit der Psychomotorik besteht darin, dass die Probleme eines Patienten sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene betrachtet werden, dass der Patient in seiner Ganzheitlichkeit gesehen wird, mit seinen Möglichkeiten, seinen Schwierigkeiten, mit besonderer Aufmerksamkeit auf psychosomatische Äußerungen.
Die psychomotorische Untersuchung erlaubt, ausgehend von einer gewissen Anzahl an Untersuchungen, die Alter und Krankeitsbild des Patienten angepasst sind,

  • Seine Schwierigkeiten und Fähigkeiten zu evaluieren und im Fortschritt seiner Entwicklung zu verorten.
  • Die Qualität der Beziehungsformen einzuschätzen, die der Patient mit seiner Umgebung aufgebaut hat.

Die psychomotorische Untersuchung kann die Gesamtheit der körperlichen Aktivität und des körperlichen Ausdrucks in Angriff nehmen, wie z.B. :

  • Koordination
  • Gleichgewicht
  • Musikeltonus
  • Körperbewusstsein, Körperschema
  • Räumliche und zeitliche Strukturierung, Lateralisation
  • Grafische Gesten
  • Der Körper in seiner Beziehung zur Umwelt und in ungewohnten Situationen.

Der Psychomotoriker muss im Rahmen pathologischer Äußerungen verschiedener Art intervenieren: perinatal, postnatal, neurologisch, sensorisch, psychosomatisch, geriatrisch, psychiatrisch.
Diese verschiedenen Äußerungen sind :

  • Perzeptiv-motorische Störungen
  • Apraxie
  • Tonico-emotionale Störungen
  • Störungen des Körperbewusstseins, des Körperschemas, des Körperbilds
  • Störungen bei der räumlich-zeitlichen Orientierung
  • Verhaltensstörungen
  • Störungen des Charakters und der Persönlichkeit.

Die Rehabilitation geschieht mittels Techniken zur Entspannung, Übungen, körperlicher oder plastischer Ausdruck, rhythmische Aktivitäten, Spiele, Gleichgewichtsübungen, Koordinationsübung, oft mit Unterstützung durch "Vermittler" wie z. B. Wasser.