Im Nationalen Zentrum für Rehabilitation und Wiedereingliederung sind die Psychologen auch auf das Gebiet der Neuropsychologie spezialisiert und ergänzen einander in ihrer Arbeit.
Der Psychologe steht den im Zentrum behandelten Personen zur Verfügung; die Patienten werden von Affekten und Emotionen bewegt, die im Zusammenhang mit der Erkrankung infolge eines Unfalls zusätzliche Störungen darstellen.
Der Neuropsychologe stützt sich auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse betreffend die Gehirnfunktion, um eine Evaluierung vorzunehmen und die Dysfunktionen zu bewerten.
Er versucht die Krankheitsdynamik und die zur Störung führenden Faktoren zu erfassen.
Die Psychologen und/oder Neuropsychologen können im CNRFR mit unterschiedlichen Fragen konfrontiert werden, von der Entstehung einer Gehirnpathologie bis zu chronischen Schmerzen. Sie müssen dann :

  • durch Gespräche und neuropsychologische Evaluierungen eine Diagnose erstellen,
  • der Person bei der Erfassung ihrer Situation behilflich sein; dies geschieht notwendigerweise durch Gespräche und regelmäßige Kontrolle, damit so oft wie möglich eine Bewusstwerdung erfolgt.

Diese Bewusstwerdung, verbunden mit einem Wunsch nach Betätigung, stellt eine notwendige Vorbedingung dar, damit der Patient an der Aufstellung von Protokollen zur Wiedereingliederung und Rehabilitation teilnehmen kann; diese beziehen sich auf folgende Strategien und Zielsetzungen :

  • Wiederherstellung, Neuorganisation, Milderung der Fehlfunktion(en),
  • in Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligten aus Wiedereingliederung/Rehabilitation die Bereitstellung von Palliativstrategien, bei denen die Veränderung der Umgebung, einschließlich der Menschen (falls diese zustimmen) im Vordergrund zu stehen hat, und Nutzung externer Hilfen,
  • Trauerarbeit und Hinnahme der gegebenen Situation, im Zusammenhang mit einer moralischen Unterstützung, intensives Wahrnehmen der Patientenäußerungen und der Äußerungen der Verwandten des Patienten; dies geschieht beispielsweise zusammen mit unterstützenden Psychotherapien.

Die Bemühungen der Psychologen und der Neuropsychologen orientieren sich am Prinzip der Ergänzung der Herangehensweisen und der Zusammenarbeit mit dem gesamten Reha-Team und den Beteiligten, ob sie sich innerhalb des Rehazenters oder außerhalb befinden, besonders durch die Arbeit der moralischen Unterstützung, der Anleitung, und zwar auf Seiten des Personals, das seine Arbeit kritisch hinterfragt und schließlich durch Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Forschung, auf klinischem oder auch stärker theoretischen Gebiet.
Die Einbeziehung von Psychologen und Neuropsychologen kann zudem erfolgen, um

  • den Gedächtnisstatus zu erstellen
  • Status der Aufmerksamkeit und der visuellen Erfassung zu erstellen, im Hinblick auf die Wiederaufnahme der Fahrpraxis
  • eine Hilfestellung bei der Diagnose zu bieten, besonders bei Differentialdiagnosen, wie im Fall des Verdachts auf Demenz,,
  • eine Begleitung bei der Schmerzbehandlung anzubieten,
  • professionelle Evaluierungen und Umorientierungen vorzunehmen,
  • zur Entspannung beizutragen.