(Auszug aus dem Spitalsgesetz vom 28. August 1998)

Artikel 36
«Der Patient besitzt ein Recht auf Einsicht in seine individuelle Akte, das er persönlich oder mittels eines von ihm ernannten Arztes, der der Krankenhaus-Einrichtung angehört oder nicht zu dieser gehört, ausüben kann. Das Krankenhaus muss dem Patienten oder diesem Arzt die obligatorisch zur Akte gehörenden Schriftstücke in Form von Kopien zur Verfügung stellen. Diese können die Akte vor Ort einsehen.»

Artikel 37
Jeder Patient erhält die präventive heilende oder schmerzlindernde Behandlung, die sein Gesundheitszustand erfordert, entsprechend den Befunden, die auf Wissenschaft und medizinischer Ethik basieren.

Die Behandlungen müssen in der Weise erfolgen, dass Ihre Kontinuität unter allen Umständen gewährleistet ist.

Artikel 38
Jeder Patient besitzt das Recht auf den Schutz seines Privatlebens: auf Wahrung der Vertraulichkeit, Würde und den Respekt gegenüber seinen religiösen und philosophischen Überzeugungen.

Artikel 39
Dem Patienten steht mit Ausnahme von Notfallsituationen das Recht zur freien Wahl des Krankenhauses zu und er hat auch die freie Arztwahl unter den Ärzten, die im Krankenhaus Dienst tun dürfen.

Artikel 40
Der Patient hat bei seiner Einweisung ins Krankenhaus oder in die Spezialklinik und auch während seines Krankenhausaufenthalts hinsichtlich seiner Einwilligung nach vorheriger Aufklärung das Recht auf adäquate Information über seinen Gesundheitszustand und die vorgeschlagenen Behandlungen.
Es ist Aufgabe des behandelnden Arztes, den Patienten darüber zu informieren. Diese Informationen können durch andere Behandlungs-Dienstleister unter Beachtung der gültigen medizinisch-ethischen Regeln ergänzt werden.

Der Patient besitzt das Recht, jeden diagnostischen oder therapeutischen Eingriff abzulehnen oder anzunehmen, unbeschadet der Bestimmungen des Artikels 7, Absatz 2 und 3 des Gesetzes vom 10. August 1992 betreffend den Schutz der Jugend. Ihm steht in jedem Fall das Recht auf eine medizinische Versorgung, die auf die Erleichterung seiner Schmerzen und seiner Leiden zielt, zu.

Artikel 41
Sämtliche Patienten desselben Spitals besitzen dasselbe Recht auf dieselbe Behandlungsqualität. Sie haben, sofern dies ihr Gesundheitszustand erfordert, dasselbe Recht auf den Zugang zu allen therapeutischen oder diagnostischen Mitteln und Einrichtungen, über die das Spital verfügt, unbeschadet von Prioritäten aufgrund von dringlicheren Dienstleistungen.

Artikel 42
In jedem Spital beinhaltet die interne Hausordnung notwendige Verfügungen zur Gewährleistung der Sicherheit von Patienten und Besuchern. Sie regeln insbesondere Zeiten und Modalitäten von Besuchen.

Artikel 43
Im Fall einer unheilbaren Erkrankung im Endstadium muss der im Krankenhaus tätige Arzt die physischen und seelischen Leiden des Patienten lindern, indem er ihm eine geeignete Behandlung verabreicht, wobei er jede Verlängerung des Lebens mit künstlichen Mitteln unterlassen soll; er soll darauf achten, dass die Lebensqualität soweit wie möglich erhalten wird. Der Arzt muss dem Sterbenden bis zum Ende beistehen und so handeln, dass die Würde des Patienten gewahrt wird. Außerdem wird er die Angehörigen des Patienten in angemessener Weise unterstützen, um deren Schmerz angesichts der Situation zu mindern. In der Phase des Ablebens hat der Patient das Recht, zu erwirken, dass sich mindestens eine Person seiner Wahl ständig bei ihm aufhält, unter Bedingungen, die seine Menschenwürde wahren.

Artikel 44
Das Spital informiert den Patienten in angemessener Art und Weise über die Bestimmungen des vorliegenden Kapitels, über die praktischen Modalitäten und die finanziellen Aspekte seines Aufenthalts, einschließlich der Beträge, die dem Patienten in Rechnung gestellt werden.

Artikel 45
Der Namen und die Qualifikation der Pflege-Dienstleistenden müssen für die Patienten, die mit ihnen zu tun haben, jederzeit leicht erkennbar sein.

Artikel 46
In jeder Krankenhauseinrichtung sorgt der Direktor dafür, dass Verfahrensweisen zur Bearbeitung und Überprüfung von Vorschlägen, Beschwerden und Klagen, die an ihn gerichtet werden, gewährleistet sind.
Unbeschadet der vorstehenden Bestimmung untersucht der Direktor der Gesundheitsbehörde jede von Patienten geäußerte Klage, die sich auf die Nichtbeachtung des vorliegenden Gesetzes oder allgemein auf unsachgemäßen Betrieb der Spitals-Einrichtung bezieht.

Im Rahmen der Erfüllung seiner Untersuchungsaufgabe erhält der Direktor der Gesundheitsbehörde oder der von ihm ernannte delegierte Direktionsbeamte insbesondere Einsicht in die Akte der Klage erhebenden Person, wie in Artikel 36 des vorliegenden Gesetzes ausgeführt.

Der Direktor der Gesundheitsbehörde informiert den Klagenden und den Direktor der medizinischen Einrichtung über das Ergebnis seiner Ermittlungen. Im Fall der Minderjährigkeit , der juristischen Handlungsunfähigkeit, der Handlungsunfähigkeit aufgrund einer geistigen Behinderung oder des Todes des Patienten kann die betreffende Klage von dem jeweiligen gesetzlichen Vertreter des Patienten oder von einem nahen Angehörigen vorgetragen werden, wobei das moralische oder materielle Interesse zu belegen ist.

Wir teilen Ihnen mit, dass einige Ihrer persönlichen Daten elektronisch verarbeitet werden. Die verantwortliche Instanz dafür ist das Rehazenter. Sie besitzen das Recht der Einsichtnahme in Ihre Daten und können notwendige Änderungen vornehmen. Das Rehazenter ergreift alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen, um den Schutz der Daten vor absichtlicher oder unabsichtlicher Zerstörung gewährleisten; es sorgt zudem für Schutzvor Zugriffen durch Unberechtigten, unter Gewährleistung der ärztlichen und professionellen Vertraulichkeit.

Rauchverbot
Wir legen großen Wert darauf, Sie darüber zu informieren, dass es entsprechend dem neuen Gesetz vom 11. August 2006, Artikel 6.1 verboten ist, innerhalb des Krankenhauses und auf dem Krankenhausgelände zu rauchen.

Den stationär untergebrachten Patienten steht auf der Etage N+1 am Ende des Gangs ein einzelnes Rauchzimmer zur Verfügung.

Verbot der Benutzung von Mobiltelefonen
Die Benutzung von Mobiltelefonen im Rehazenter ist aus Sicherheitsgründen verboten. Wir bitten die Patienten und ihre Besucher, sich an dieses Verbot zu halten, um mögliche Störungen von medizinischen Geräten zu verhindern.